Sprüche von creisi

Warum ist die Erde rund
und warum vergeht die Zeit?
Warum ist ein Hund ein Hund
und warum ist's zum Mond so weit?

Der Osterhaas
im grünen Gras
wird gar schrecklich fürchterlich nass,
wenn's regnet ohne Unterlass.
Dann sagt er ganz enttäuscht: «Wie ich das hass.
Das Eier verstecken ich lieber lass,
die bunten Eier werden sonst nur nass.
Und das Eier suchen im nassen Gras,
macht den Menschen so wohl echt keinen Spass.»

Drum scheint hoffentlich die Sonne aufs Gras,
damit der wasserscheue Osterhaas,
die Eier versteckt im trocknen Gras.
Und hoffentlich findest Du auch was,
denn Ostern wäre für viele nur halb so viel Spass,
ohne süsse Überraschungen vom Osterhaas.

Frohe Ostern

Nicht über alles
was nichtssagend ist
gibt es nichts zu sagen.
Da muss man nicht drüber nachdenken.
Auch wenn etwas nicht nachdenklich macht
ist es schwierig
nicht zu denken.
Es ist auch schwierig
nicht nichts zu denken
wenn etwas nicht nicht-nachdenklich macht.
Manchmal sucht man sinnlos
nach dem Sinn
im Sinnlosen.
Und manchmal sucht man sinnlos
nach dem Nichtsinn
im Sinnlosen.

Wenn es nur noch regnet statt schneit,
Schnupfen vorbei, Nase befreit,
wenn immer häufiger die Sonne wieder scheint,
und der Himmel mehrere Tage trocken bleibt,
wenn die Leute glücklich lächeln die ganze Zeit
und sich verlieben bei jeder Gelegenheit,
dann ist's wieder so weit,
endlich ist's Frühlingszeit!

Wir leben alle auf der gleichen Welt
und trotzdem in verschiedenen Welten.

Was gilt ein Schlüssel denn auf dieser Welt,
wenn das Schloss dazu in den Abfall fällt?

Guuggers Stossgebet
(frei nach «Müde bin ich, geh zur Ruh»)

Närrisch bin ich, hab keine Ruh
ganz schnell geht's auf die Fasnacht zu.
Lieber Fasnächtler, lass die Ohren dein
meinen Kakaphonien offen sein.

Hab ich in der Melodie mich vertan
sieh es nicht mit zu strengen Augen an.
Deine Gnad und fasnächtlich Blut
und selbst der schrägste Ton tönt gut.

Alle Guugger und Schränzer, die mir sind verwandt
Tambourmajor dirigier sie mit Deiner Hand.
Alle Musikanten gross und klein
stimmen in die Melodie mit ein.

Gönn meinem Instrument keine Ruh
schliess die Tage kein Auge zu.
Lass den Alltag hinter mir steh'n
und die rüüdige Zeit beseh'n.

Der Frühling sprach, als er den Winter traf:
«Lieber Winter sei schön brav,
Lange genug hast Du nun geschneit,
jetzt aber kommt endlich meine Zeit.»

Der Winter aber sprach, als er den Frühling traf:
«Ein jeder weiss, ich bin nicht brav,
Erkämpfen musst du dir deine Zeit,
Ich habe noch nicht genug geschneit.»

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