Bin ich der einzige, der es für hirnrissig
hält, in bestimmten Fällen das Strafmass
für Möder zu verringern?
Der Zweck muss doch sein, die Gesell-
schaft zu schützen! Das wird durch
Minderungen des Strafmasses gerade nicht
erreicht!
Viele Menschen halten es für richtig, dass
Kinder und gestörte Menschen straffrei
bleiben. Auch hier bin ich anderer Mei-
nung.
Über den Fall einer Richterin, die eine
Mutter freisprach, obwohl sie ihre Kinder
tötete, mit der "Begründung", eine
Wiederholung(!) könne es nicht geben,
da die Kinder schon tot seien, muss man
wohl nichts sagen. Entweder diese Richte-
rin ist geistekrank oder selbst eine Ver-
brecherin oder bestochen worden.
Wie kann man angesichts einer solchen
Welt einen Sinn des Lebens postulieren?
Wie kann man sich des Lebens erfreuen,
wenn solche Dinge passieren? Wie soll
man sich die Hoffnung bewahren, wenn
man doch erkennen muss, dass sie verge-
bens ist? Auf all diese Fragen hätte ich
gerne eine (hoffnungserregende) Antwort.
Antwort von Graf Fitti (22.11.2012 - 14:03)
Da sich in deinem Beitrag 4 Fragen befinden - hier die Antworten:
a) Nein.
b) Schwer zu sagen.
c) Mit der Hoffnung auf ausgleichende Gerechtigkeit - und der
Gewissheit, dass es über uns jemanden gibt, der sie auch
anwendet.
d) MIt dem unerschütterlichen Glauben an die Gerechtigkeit.
Antwort von creisi (22.11.2012 - 14:11)
Die Welt ist nicht schwarz/weiss. Es gibt tausende schlechte Sachen auf der Welt. Es gibt aber noch viel mehr gute, schöne Sachen auf der Welt. Und dann gibt es noch alles zwischendrin zwischen schlecht und gut. (Und ganz nebenbei, wer definiert eigentlich, was gut und was schlecht ist? Was für jemanden oder etwas gut ist, kann für einen anderen oder etwas anderes schlecht sein und umgekehrt.) Jede Sache hat mindestens zwei Seiten, meistens aber noch mehr. Sich nur auf die, in Deinen Augen, schlechten Sachen konzentrieren und die Sachen nur von einer Seite betrachten = Frust. Die Dinge von mehreren Seiten betrachten, auch das, in Deinen Augen, Gute sehen, das Leben leben = viel weniger Frust. Nicht Dinge ändern wollen, die Du sowieso nicht ändern kannst, aber Deine ganze Energie in Dinge stecken, wo Du etwas bewirken kannst und Dir und Deiner Umwelt etwas Gutes tun kannst. OK, das beantwortet Deine Fragen nicht, aber darauf gibt es wohl auch nicht DIE Antwort, ist eher etwas zum Philosophieren. Und wenn wir schon die Welt verbessern wollen: Gestörte Menschen sollte doch eher geholfen/therapiert als bestraft werden. Das könnte die Welt doch auch ein ganz kleines bisschen besser machen.
Bei National Geographics wurde berichtet,
dass ein Jet eine Seilbahn in die Tiefe
riss, indem er ein Seil durchtrennte.
Obwohl man den Piloten groben Leichtsinn
nachweisen konnte, wurden sie freige-
sprochen.
In den Kommentaren erfährt man auch
warum. Offenbar wollte man den Hinter-
bliebenen Millionen Entschädigung zahlen.
Das also ist der wahre Maßstab! Um das
Gesicht zu wahren, wird nicht der wahre
Schuldige gesucht, sondern die Institu-
tion, die am meisten bluten muss. Was
ist mit diesen sinnlosen Entschädigungen
erreicht worden? Welchen Sinn machen
solche Entschädigungen überhaupt?
Es ist zum Weinen, wie irrational der
Mensch doch ist. Was ist nun schlimmer?
Das solche Katastrophen passieren oder
der dilettantische Umgang damit?
Ich überlasse jedem solbst die Entschei-
dung.
Bittere Erkenntnis : Durch schwere Krank-
heiten habe ich mehrere Menschen, die
mir nahestanden, verloren. Das ist schon
schlimm genug. Jetzt aber erfährt man,
dass man im Falle unglücklicher Kata-
strophen mit Geld überschüttet wird.
Solange der Mensch an diesen idiotischen
Schadensersatzmodellen festhält, wird
jegliche Moral und jeglicher Sinn des
Lebens eine Illusion bleiben.
Angelika, so schön der Spruch auch sein
mag, aber als Lebenshilfe taugt er nichts.
Tatsache ist, dass man allenfalls sich
selbst ändern kann, in bestimmten Berei-
chen vielleicht auch seine Mitmenschen.
Aber ein Land oder gar die Welt ändern?
Das kann allenfalls eine mächtige Person,
wie etwa der Präsident der USA.
Wobei Veränderungen nicht immer Ver-
besserungen sind ...
Es ist Zeitvergeudung, der Illusion nach-
zulaufen, man könne irgendetwas wesent-
liches verändern bzw. verbessern.
Wenn ich in meinen fast 43 Lebensjahren
eines gelernt habe, dann dies.
Die fehlende Moral der Menschen lässt
sich zum Beispiel nicht ändern, von
niemandem. Egal, welche Schritte man
auch unternehmen mag, man macht die
Menschheit nicht besser, das klappt auch
in einer Million Jahre nicht. Diebstahl und
Ausbeutung werden immer normal sein,
leider.
Das einzige, was man tun kann, aus allem
das Beste zu machen. Das ist aber leicht
gesagt, wenn man durch Preiserhöhungen
in ALLEN Lebensbereichen in den Ruin
getrieben wird. Einem kurzen Leben wird
wohl niemand etwas ernsthaft abgewin-
nen können, und doch sind mehr als 90%
meiner Generation dazu verdammt!
Wenn ich mir dann noch anschaue, welche
absurden Geschlechterkämpfe im Internet
stattfinden, wird mir schlecht :
Da sollen die Frauen intelligenter sein.
Warum kann man sich nicht darauf
einigen, dass kein Unterschied besteht?
Da wird an der Männerfeindlichkeit unse-
rer Gesellschaft gezweifelt. Da könnte ich
viele Beispiele nennen, z.B. das absolut
bescheuerte Scheidungsrecht. Die Politi-
ker geben sogar offen zu, dass sie das
nicht ändern wollen, charakterloser gehts
nicht.
Dazu jede Menge Verschwörungstheorien,
man weiss gar nichts mehr. Hat man jetzt
eine zu hohe Heizkostenrechnung bekom-
men oder doch nicht? Wie mächtig sind
die Gene wirklich? Gibt es eine Klimalü-
ge? usw. usw.
Wie mir scheint, ist das Internet zwar als
Informationsquelle gut zu gebrauchen,
aber fundierte sachliche Beiträge sind
extrem selten, meist wird pauschalisiert,
manipuliert und gelogen. Die Hirnforscher
stempeln uns als Maschinen ab usw.
Fazit : Diese groteske Bekriegung der
Menschen selbst in "friedlichen" Zeiten
sollte wohl jeden Versuch, die Welt zu
verbessern, als das entlarven, was es ist:
Eine schöne, aber unerreichbare Illusion!
Auf dem Totenbett werde ich die Men-
schen dafür verfluchen, dass sie so
schlecht waren und es wohl auch immer
bleiben werden. Ich werde aber mit
Sicherheit nicht über verpasste Weltver-
besserungsversuche trauern, denn die
sind Zeitverschwendung.
Antwort von Angelika (12.11.2012 - 17:11)
Also, warum denn so absolut trostlos, man kann doch wirklich bei sich selber anfangen und damit das Beste aus allem machen, auch wenn es nicht immer leicht ist (das ist offensichtlich doch unsere Lernaufgabe). Am besten ist es doch einfach zu leben und nicht vor lauter Verschwörung und Männer- und Frauenfeindlichkeit den Kopf in den Sand zu stecken.
Ich wünsche Dir, dass Du die Freude am Leben findest
Antwort von Peter (16.11.2012 - 15:38)
Danke für die aufmunternden Worte. Ich glaube auch, dass sie wirklich
von Herzen kommen. Und ich bin mir auch sicher, dass es viele Personen
gibt, die die Welt verbessern wollen. Doch jedesmal, wenn man denkt, dass
die Welt ein klein wenig gerechter und/oder besser geworden ist, belehrt
einem irgendein Ereignis wieder einmal des Schlechteren. Trotzdem, ich
weiss die aufmuternden Worte zu schätze. Ich würde das Leben auch gerne
lieben. Wenn du mir helfen willst, wovon ich überzeugt bin, so verrate mir
doch das Geheimnis, wie man, allen Widerwärtigkeiten zum Trotz, Spass
am Leben haben kann. Eines noch : Ich bin keineswegs ein Pessimist in allen
Bereichen, eigentlich will ich ja "nur" leben, nur eben ein wenig länger als
es die Politiker offenbar planen. Ich verlange keine Villa, teuere Autos oder
einen tollen Urlaub. Ein langes, erfülltes Leben würde mir weit mehr bedeu-
ten. Und das selbst dies so schwer zu realisieren ist, ist das eigentlich
deprimierende.
Antwort von Angelika (17.11.2012 - 07:14)
Peter, irgendwie klingen Deine Worte schon etwas pessimistisch ;-(
Versuche doch den"Widerwärtigkeiten des Lebens" wie Du es nennst etwas Positives in Deinem Leben entgegen zu setzen, was ist denn für Dich Erfüllung?
Es gibt doch immer wieder diese kleinen Momente des Glücks, für mich sind sie meist mit der Natur verbunden, z.B. Wenn ich an einem sonnigen Herbsttag, wie gestern, von einem Hügel in ein etwas nebliges Tal und auf die klare Bergkette gegenüber schaue, das wunderbare Licht das mit dem etwas diesigen im Tal verschwimmt, dann geht mir das Herz auf. Es ist ein Moment des Glücks, den ich versuche mit in den restlichen, manchmal auch durchaus widerwärtigen, Alltag mit hinein zunehmen.
Klar es muss jeder seine Art und Weise finden mit dem Leben umzugehen, aber wenn ich mir gehäuft nur das anschaue was Schlecht ist, implementiere ich das auch irgendwie in mein Leben. Ich meine jetzt natürlich nicht, dass man das Schlechte ignorieren soll, aber bei sich selbst anfangen Glücksmomente zu finden, bringt einen immerhin ein klein wenig dem erfüllten Leben näher. Good luck!
Antwort von Peter (22.11.2012 - 13:55)
Danke für die aufmunternden Worte!
Ich hoffe, dass das Leben erträglich bleibt, dann werde ich auch in der
Lage sein, ihm etwas abzugewinnen ...
Wie schon gesagt, ich nehme durchaus das Positive im Leben wahr, es
zeigt sich aber leider doch eher selten. Um dich, Angelika, zu beruhigen,
es ist nicht so, dass ich die Welt so hasse, dass ich mit Selbstmordgedanken
spiele. Aber eine gewisse Verbitterung darüber, dass eine funktioniernde
Justiz und ein friedliches Zusammensein der Menschen anscheinend nicht
möglich ist, muss doch erlaubt sein ...
Wenn sich nur ein paar Dinge (allerdings sehr grundliegende) ändern würden,
wäre ich sogar sehr glücklich!
Noch zwei Monate bis Heiligabend. - Und jetzt die Frage: Warum geht so ein Jahr immer so schnell rum?
Antwort von Angelika (26.10.2012 - 02:23)
Wenn das Leben Spass macht, vergeht die Zeit wie im Flug, wenn's gerade schwer ist dann klebt sie wie Kaugummi an den Schuhen.
Aber vor Weinachten fliegt erst nochmal der Nikolausi mit den Elchen vorbei, das dauert ;-)
Antwort anonym (28.10.2012 - 20:33)
Dann müsste ja in der heutigen Zeit die Zeit stehen bleiben!
Dann bliebe uns auch der Weltuntergang erspart :)
Kaum zu glauben, wie viele vor dem Weltuntergang Angst haben. Aber
davor, dass wir finanziell alle vor die Hunde gehen, scheinen eher wenig
Angst zu haben, dabei ist diese Gefahr viel, viel, viel realer.
Antwort anonym (28.10.2012 - 20:37)
Eine Brieffreundin meiner Mutter hat zu diesem Thema mal sehr weise
Worte ausgesprochen :
Wenn man bedenkt, wie kurz das Leben doch ist, ist es umso bedauerlicher,
dass sich die Menschen in dieser kurzen Zeit lieber bekriegen, als das Beste
daraus zu machen.
Nicht wörtlich, aber sinngemäß zitiert. Ich denke, dem ist nichts mehr
hinzuzufügen.
Antwort anonym (28.10.2012 - 20:41)
Vielleicht haben die Politiker ja tatsächlich die Hoffnung, ewig zu leben.
Das würde erklären, warum sie so hemmungslos das hilflose Volk unter-
drücken. Offenbar haben sie keine Angst vor dem Tode, und das müssen sie
wohl leider auch nicht. Sollte es Gott, den Himmel und die Hölle tatsächlich
geben, würde man wohl besser fahren, wenn man keine Moral hätte. Denn
Gott, sofern es ihn gibt, scheint ja keine Moral zu wollen, oder?
Oh mein Gott -!
Vor dem Serverumzug hatte ich die Lottozahlen für kommenden Samstag hier notiert. - Jetzt sind sie alle weg und ich weiß sie nicht mehr auswendig. Eine Hellseherin hatte sie mir anvertraut.
Antwort von creisi (02.10.2012 - 15:04)
Psssst... Daten-CD mit Datensicherung zu verkaufen...
Antwort von Graf Fitti (02.10.2012 - 15:51)
@____creisi:
Psssst... Wieviel?
Antwort von creisi (02.10.2012 - 15:57)
Mach ein Angebot.
Antwort von Batwichtel, wer sonst? (02.10.2012 - 23:40)
Pssssssst! Ein Euro mehr als Graf Fitti!
Antwort von Angelika (03.10.2012 - 03:32)
Psssst, da will ich doch auch noch mitmischen und geh noch ein Euro drüber + passt ...... Nur für Schweizer......
Antwort von creisi (03.10.2012 - 09:58)
Hmmmmm... Also da liegt noch mehr drin.
Antwort von rolf b@ (03.10.2012 - 11:04)
Wenn ich ja wüsste, ob mein Spruch da auch drauf ist, würde ich glatt mitbieten...........;-)
Antwort von Angelika (04.10.2012 - 00:48)
Streng geheim!
Antwort von Graf Fitti (09.10.2012 - 12:34)
pssst - hab die Zahlen wieder gefunden.
Antwort von Angelika (10.10.2012 - 01:40)
...aber jetzt ist doch der Samstag schon vorbei :-((
Hallo! Ich haette da mal ein interessantes
Projekt anzubieten. Ich suche den mas-
sivsten Stau in Google-Earth. Leider wird
die Ansicht immer wieder geaendert, also
muessen immer wieder neue Staus ge-
sucht werden. Trotzdem koennte das
Spass machen. Ich mache mal den Anfang
(in der Hoffnung, dass nicht in wenigen
Tagen ein Update gemacht wird) :
39,766 -86,155 eingeben und ein ziemli-
ches Verkehrschaos in Indianapolis ist
zu bewundern. Leider fand ich keinen
nennenswerten Autobahnstau. Also, Augen
auf und schickt mir weitere Koordinaten
mit viel, viel Verkehr! Vielen Dank im
voraus für eure Mühe!
Antwort von stausucher (02.10.2012 - 00:08)
Noch ein Nachtrag, auch auf 32,772 -96,813 in Dallas ist jede
Menge los. So, nun seid ihr aber dran.